BP Nr2
06. Juli 2015

Ein einziger Fehler war schon einer zuviel

Die Rallycross-Weltmeisterschaft war an diesem Wochenende im schwedischen Höljes zu Gast. In der Hochburg des nordischen RX-Sports gaben auch Max Pucher und Manfred Stohl ihren Ford Fiestas wieder die Sporen. Zum sechsten Mal in dieser Saison war das heuer gegründete World RX Team Austria dabei – und zum sechsten Mal wusste dieses gute Akzente zu setzen, wenngleich Manfred Stohl diesmal das Semifinale und vielleicht auch mehr verwehrt blieb. Dabei sah es nach drei von vier Vorläufen klar nach dem fünften Halbfinal-Einzug für Stohl aus, doch im entscheidenden vierten Vorlauf passierte es. Im Anschluss an den spektakulären Sprung, der den Kurs von Höljes prägt, drehte sich Stohl ein, zudem starb auch noch der Motor ab, was im Endeffekt acht Sekunden Zeit kostete. Zuviel, bei dem dichten Feld an 35 Weltklasse-Piloten -- davon 26 heimische Skandinavier -- die in Höljes am Start standen. „Das war leider ein klarer Fahrfehler von mir, so ehrlich muss man sein“, haderte Manfred Stohl mit seinem Pech, das schlussendlich nur Platz 13, unmittelbar hinter den zwölf Semifinalisten, bedeutete. „Schade, nach dem dritten Vorlauf war ich Zehnter, eigentlich war meine Taktik, locker ins Halbfinale zu fahren. Aber ich bin schon schräg über den Sprung drüber gekommen, und der Rest ist leider schon wieder Geschichte.“

Für Max Pucher fand der Samstag nach einer zufriedenstellenden Steigerung bei Start und Rundenzeiten auch am Sonntag ebenfalls keine Fortsetzung. Im dritten Vorlauf musste der kürzliche Sieger des Euro Challenge Laufs im tschechischen Sosnova nach Fahrzeugkontakt in der Startkurve mit gebrochener Radaufhängung aufgeben. Im vierten Vorlauf lieferte der World-RX-Austria-Teamchef dafür wohl die Szene des Tages. Im berüchtigten Sprung hatte Pucher in der Luft mit dem norwegischen Rallye-Ass Henning Solberg, der innen gleichzeitig sprang, einen von 30.000 Fans umjubelten Kontakt. Pucher konnte sein angeschlagenes Auto ins Ziel schleppen, für Solbergs Boliden war’s zuviel.

„Höljes hat uns gerufen,“ schmunzelt Pucher, „und hat uns eine Lehre erteilt. Manfred fuhr sofort vorne mit, aber der Kurs verzeiht keine Fehler. Ich konnte wieder zulegen, aber leider ging kein Vorlauf ohne zeitverlustreichen Fahrzeugkontakt zu Ende. Wir lieben diese extrem fordernde Strecke, die perfekte Organisation und die Fans. Es ist eine harte Schule, durch die man hier geht. Eines ist aber sicher: Wir kommen wieder!“

Letztendlich durften sich die tollen Fans beim Rallycross-WM-Lauf von Schweden über einen schwedischen Doppelsieg freuen: Timmy Hansen (Peugeot 208) gewann vor Mattias Ekström (Audi S1) und dem Dänen Andreas Bakkerud (Ford Fiesta).

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