BP Nr2
29. April 2013

Volkswagen hoch motiviert zur nächsten Rallye in Argentinien

Nach drei triumphalen Siegen für Volkswagen bei der Rallye Dakar möchte das Team von Volkswagen Motorsport an die großen Erfolge in Südamerika anknüpfen und startet hoch motiviert zur Rallye Argentinien, dem fünften Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (01.–04. Mai). Der Blick zurück: 2009, 2010 und 2011 feierte Volkswagen jeweils den Sieg bei der Rallye Dakar und ist in Argentinien bislang ungeschlagen. Aber auch der Blick nach vorn ist reizvoll: Die diesjährige Rallye geht die Werksmannschaft in der Hersteller-Wertung, ihr Fahrer Sébastien Ogier in der Fahrer-Wertung und Co-Pilot Julien Ingrassia in der Beifahrer-Wertung jeweils als Spitzenreiter an. Die Rallye Argentinien ist die dritte Schotter-Rallye der Premierensaison von Volkswagen in der WRC und damit die nächste Herausforderung. Sieben jeweils zweimal zu fahrende Wertungsprüfungen, darunter echte WM-Klassiker, machen die Rallye Argentinien zu einer Reifeprüfung für Mensch und Material.

„Die Saison läuft bislang perfekt für Volkswagen“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Die Zuverlässigkeit des Gesamtpakets war auf den ersten vier Veranstaltungen sehr gut. Egal ob der Polo R WRC, unsere Fahrer oder das Team – gemeinsam haben wir das Maximum herausgeholt. Mit der Rallye Argentinien stellen wir uns wieder einer neuen Herausforderung. Man darf aber nicht vergessen, dass der Polo R WRC ein nagelneues Auto ist, das auch hier eine Premiere feiert. Trotz der Erfolge bei den ersten Rallyes reisen wir mit kühlem Kopf nach Südamerika.“

Schotter der Untergrund, schroffe Felsen die Kulisse, große Begeisterung der Empfang: Die Rallye Argentinien bildet ein Highlight im Rallye-WM-Kalender. Wertungsprüfungen wie „El Condor“ oder „Mina Clavero/Giulio Cesare“ sind echte Klassiker und weltberühmt. Abwechslungsreiche Herausforderungen bestimmen dabei beispielsweise die „El Condor“: Enge Haarnadeln werden gefolgt von schnellen und breiten Kurven. Ganz anders „Mina Clavero/Giulio Cesare“: Während diese Wertungsprüfung den ersten Teil der Strecke bis hinauf zum Gipfel auf 2.100 Metern über Normalnull ausmacht, führt „El Condor“ hinab ins Tal. Die beiden Prüfungen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Wetters – auf der WP „Mina Clavero/Giulio Cesare“ scheint häufig die Sonne, wenn „El Condor“ noch im dichten Nebel hängt.
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In Südamerika ungeschlagen: Volkswagen zurück am Ort der größten Erfolge

Wie ein Heimspiel: Volkswagen kehrt bei der Rallye Argentinien auf den Kontinent zurück, auf dem das Werksteam aus Wolfsburg bislang seine größten sportlichen Erfolge feierte. Im März 2005 verbuchte die Marke bei der Rallye por las Pampas durch Argentinien den ersten Sieg des Volkswagen Race Touareg im Marathon-Rallye-Sport überhaupt. 2009 folgte mit dem Triumph bei der Rallye Dakar der erste von insgesamt drei Meilensteinen des Werksengagements bei Wüsten-Rallyes: der erste Sieg eines Fahrzeugs mit Diesel-Antrieb bei der härtesten Langstrecken-Rallye der Welt und der allerersten Ausgabe des Marathons durch Argentinien und Chile. 2010 sowie 2011 wiederholte Volkswagen den Erfolg – jeweils mit einem Dreifachsieg. 2012 startete Volkswagen mit Fahrzeugen der Konzern-Marke Škoda in der Rallye-WM in der Super-2000-Kategorie und siegte beim fünften Saisonlauf nicht nur in der Super-2000-Klasse, sondern beendete zudem die Rallye Argentinien mit Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) auf einem herausragenden siebten Gesamtrang.

Stimmen vor der Rallye Argentinien

Jari-Matti Latvala, Polo R WRC #7
„Der dritte Platz in Portugal war für mich ein großer Moment, denn der Saisonstart war hart. Die ersten drei Rallyes sind einfach nicht gut gelaufen. In Portugal aufs Podium zu fahren, hat mich von dem Druck befreit, den ich mir selbst gemacht habe. Seitens des Teams gab es absolut null Druck, es ging ausschließlich um die Erwartungshaltung, die ich an mich selbst habe. Insofern hatte der Podestplatz in Portugal für mich eine große Bedeutung. Ich freue mich auf Argentinien. Die Wertungsprüfungen am Samstag sehen so aus, als ob man auf dem Mond fahren würde, so groß sind die einzelnen Felsbrocken links und rechts. Zudem sind die Schotterwege teilweise sehr schmal, es gibt kaum Platz, zum Beispiel zum Driften am Kurvenausgang. Die Straßen sind stellenweise sogar schmaler als in Portugal. Es gibt aber auch Wertungsprüfungen, bei denen die Wege etwas breiter sind, wo es etwas schneller zugeht. Aber gerade am Samstag muss man das Auto ganz besonders präzise steuern. Deswegen mag ich diese Prüfungen, vor allem ‚El Condor‘.“

Sébastien Ogier, Polo R WRC #8
„Nach den drei Siegen zuletzt möchten wir natürlich so weitermachen wie bisher und am besten die Führung in der Meisterschaft bis zum Saisonende verteidigen. Aber wir wären schon zufrieden, wenn wir in Argentinien wieder um einen Podiumsplatz fahren würden. Ich freue mich auch auf das Duell mit Sébastien Loeb. Schon in Schweden haben wir uns einen tollen Wettbewerb geliefert und auch hier wird es alles andere als einfach. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf meinen WM-Konkurrenten. Die Rallye Argentinien mag auf den ersten Blick eine Schotter-Rallye wie einige andere auch sein, aber der erste Eindruck täuscht ein wenig, denn der Boden ist recht weich und sandig. Das bedeutet, dass die Wege bei der zweiten Durchfahrt am Nachmittag oft schon ziemlich zerstört sind, was wiederum das Material stärker beansprucht. Mir gefällt die Rallye Argentinien sehr gut, vor allem wegen der fantastischen Atmosphäre. Fast nirgendwo kommen so viele Fans zu den Wertungsprüfungen und in den Servicepark wie hier.“

Andreas Mikkelsen, Polo R WRC #9
„Zurückblickend bin ich insgesamt sehr glücklich mit dem Ergebnis meiner ersten Rallye für Volkswagen in Portugal. Jetzt gilt es, nach vorn zu schauen. Denn es gibt auch einige Punkte, bei denen wir uns noch verbessern können. Entsprechend kann ich den Start bei der Rallye Argentinien kaum erwarten. Ich mache mir keine Gedanken um meine Ergebnisse. Die kommen früher oder später von allein. Es geht allein darum, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Insgesamt gehe ich die Rallye Argentinien recht zuversichtlich an, denn ich war schon im letzten Jahr dort im Škoda Fabia S2000 am Start. Dort habe ich mir ein schönes Duell mit Sébastien Ogier geliefert, bevor ich kurz vor dem Ziel die Rallye beenden musste. Trotzdem habe ich gute Erinnerungen an Argentinien, und auch mein Beifahrer Mikko Markkula hat einige Erfahrung bei der Rallye Argentinien. Ich freue mich also bereits sehr auf meinen zweiten Start im Volkswagen Polo R WRC.“

Wussten Sie, dass ...

... Volkswagen Berater Carlos Sainz von den Fans in Argentinien verehrt wird? „El Matador“ gewann nicht nur die Rallye Argentinien in den Jahren 1991, 2002 und 2004 – sondern feierte dort 2010 auch den Sieg bei der legendären Rallye Dakar mit Volkswagen.

... Carlos Sainz’ damaliger Beifahrer Luis Moya, der bei den Siegen bei den Rallye-WM-Läufen 1991 und 2002 an seiner Seite stand, jetzt ebenfalls für Volkswagen arbeitet? Er betreut Medien-Gäste vor Ort und hält dank seines immensen Fachwissens kleine Seminare über die Rallye-WM ab.

... Sébastien Loeb der Rekordhalter bei der Rallye Argentinien ist? Der Citroën-Pilot gewann rund um Córdoba sieben Mal. 2013 gehört die Rallye Argentinien erneut zum Programm des neunmaligen Weltmeisters, der in dieser Saison ausgewählte Rallyes bestreitet.

... es in Argentinien damit zur Revanche Ogier – Loeb kommt? Bei der zurückliegenden Rallye Schweden gewann Ogier, zuvor hatte Loeb bei der legendären „Monte“ gesiegt.

... die argentinischen Fans für ihre Lagerfeuer und Grillfeste entlang der Rallye-Route bekannt sind? Kühne Behauptung: Dort, wo mehr als drei Argentinier die Wertungsprüfungen säumen, brennt bereits ein Grill.

... die Rallye Argentinien sieben verschiedene Wertungsprüfungen aufweist, die je zweimal gefahren werden?

... die argentinischen Fans vom Tag der Arbeit profitieren? An dem Feiertag wird abends eine Super Special Stage im „Parque Temático“ am Ortseingang von Villa Carlos Paz ausgetragen.

... der Ort Villa Carlos Paz auch das Rallye-Zentrum der Rallye Argentinien beheimatet?

... die Wertungsprüfung „Ascochinga–Agua de Oro“ im Norden der Region Córdoba mit einer Länge von 51,88 Kilometern die längste WP der Rallye bildet und zu den längsten im Rallye-WM-Kalender zählt?

... der Sieger an der „Waterkant“ von Villa Carlos Paz seine Trophäe in Empfang nimmt?

... der Servicepark der Rallye Argentinien am Ufer des Sees „San Roque“ liegt?

... Andreas Mikkelsens Beifahrer Mikko Markkula, der in Argentinien seine zweite Rallye für Volkswagen bestreitet, die Rallye Argentinien bereits einmal gewonnen hat? 2010 zählte die Rallye Argentinien zur Intercontinental Rally Challenge (IRC) – Markkula gewann damals an der Seite von Juho Hänninen im Škoda.

Die Zahl zur Rallye Argentinien: 11.771,841

Anreise mit dem längsten Nonstop-Flug der Lufthansa, einmal rund um den Erdball. Zwischen der Motorsport-Abteilung von Volkswagen in Hannover und dem Servicepark in Villa Carlos Paz liegen allein 11.771,841 Kilometer Luftlinie. Die drei Polo R WRC nehmen allerdings nicht den direkten Weg. Ihre Reise begann sicher verpackt in Luftfracht-Containern am 20. April und führte von Hannover per Lkw nach Amsterdam – und von dort aus per Cargo-Maschine nach Buenos Aires. Zwischen Buenos Aires und Villa Carlos Paz verlief die Reise erneut per Lkw.

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