BP Nr2
07. Oktober 2013

Markus Fahrner gewinnt Heimspiel in Baden-Württemberg

foto: aADA motorsport

Dauerregen machte die Asphaltprüfungen der ADAC Rallye Baden-Württemberg (04.-05. Oktober 2013) rund um Heidenheim an der Brenz noch anspruchsvoller. Für die Teams im ADAC OPEL Rallye Cup war die richtige Reifenwahl beim siebten der acht Saisonläufe eine schwierige Angelegenheit. Nach seinem Ausritt bei der ADAC Ostsee-Rallye ging Markus Fahrner (33, Winnenden) in Baden-Württemberg als Lokalmatador mit einer gehörigen Portion Extra-Motivation an den Start. Gemeinsam mit Co-Pilot Michael Wenzel (Mehlingen) legte der Routinier bei den schwäbischen Regenspielen auch einen klassischen Start-Ziel-Sieg auf das heimische Parkett. "Regen und dadurch schwierige Bedingungen, das gefällt mir, da fühle ich mich wohl", gab Fahrner zu Protokoll. Für ihn war es auch eine persönliche Genugtuung: "Nach dem Rückschlag an der Ostsee, konnte ich hier wieder zeigen was möglich ist. Die Entscheidung im Cup fällt jetzt bei der ADAC 3-Städte-Rallye. Und egal wie es da ausgeht, es war ein tolles Jahr!" Mit ihrem Sieg eroberte sich das Duo Fahrner/Wenzel die an der Ostsee verlorengegangene Cup-Führung wieder zurück. Mit 233 Punkten - inklusive der fünf Zusatzpunkte für das Team mit den meisten Wertungsprüfungs-Bestzeiten auf der Alb - liegen sie genau zehn Zähler vor Marijan Griebel und Alex Rath (Hahnweiler/Trier). Nur diese beiden Teams aus den Reihen der 24 eingeschriebenen Piloten haben noch die Chance auf den Sieg im ADAC OPEL Rallye Cup.

Der 24-jährige Marijan Griebel konnte sich den Sieg in der Junior-Wertung des ADAC OPEL Rallye Cups schon vorzeitig an der Ostsee sichern. Die dort übernommene Führung in der Gesamtwertung ging nun wieder zurück an Markus Fahrner. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport hatte sich auf der ersten Etappe bei der Reifenwahl verpokert, "zudem habe ich am Anfang nicht den richtigen Rhythmus gefunden." Im heiß umkämpften Cup warf ihn dies direkt auf den sechsten Rang zurück. Vor den letzten drei Prüfungen lag er wieder hinter Fahrner und dem 21-jährigen Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) auf Rang drei. Die Schlussoffensive wurde durch einen Reifenschaden auf der achten der insgesamt zehn Wertungsprüfungen eingebremst. Zwei Bestzeiten auf den noch ausstehenden Prüfungen reichten, um sich noch an Kreim vorbei auf den zweiten Platz zu schieben. "Den Sieg habe ich heute früh durch die falsche Reifenwahl verschenkt. Es war kein perfektes Wochenende, aber ich bin dennoch zufrieden, denn wir konnten die Titelentscheidung offenhalten", erläuterte Griebel auf der Zielrampe in Heidenheim. Kreim machte sich wenige Tage nach seinem 21. Geburtstag mit Rang drei selbst ein nachträgliches Geschenk. "Besser konnte es nicht laufen", so der Youngster des ADAC Hessen-Thüringen. "Eigentlich mag ich die rutschigen Bedingungen nicht, mir ist es lieber, das Auto läuft wie auf Schienen. Aber so konnte ich beweisen, dass ich auch im Regen schnell bin", erläuterte der Youngster, der erst in diesem Jahr vom Kart in den Rallye-Sport wechselte. "Wir haben unseren zweiten Platz in der Junior-Wertung weiter ausgebaut und zudem gemeinsam mit Marijan (Griebel) die fünf Zusatzpunkte für die meisten Wertungsprüfungs-Bestzeiten bei den Junioren erhalten - ein perfektes Wochenende."

Der Hamburger Timo Broda hielt sich lange auf dem zweiten Platz. Zwei zeitraubende Ausrutscher warfen ihn allerdings auf den sechsten Platz zurück. Sein Fazit war dennoch positiv, "vom Speed her passt es, das zeigt auch meine Cup-Bestzeit." Der 22-jährige Hanseat hatte mit Klaus Wicha (Bad Karlshafen) erstmals einen professionellen Co-Piloten im Auto, "ich habe sehr viel von Klaus gelernt, es sind die vielen kleinen Tipps, die einen solchen Einsatz so wertvoll machen", erläuterte Broda. Seine steigende Formkurve unterstrich der Nordbayer Dominik Dinkel (Rossach) auch in Baden-Württemberg. Zum dritten Mal in Folge belegte der 20-jährige den vierten Platz. In der Junior-Wertung schob er sich damit auf den dritten Platz der Jahres-Wertung. "Der Auftakt war ok, aber in der zweiten Schleife war ich nicht aggressiv genug. Und bei der Leistungsdichte im Cup verlierst du dann ganz schnell den Anschluss", so Dinkel. Christian Allkofer (23, Pentling) bekannte, "auf der ersten Wertungsprüfung hatte ich mit falschen Reifen einen Dreher, das hat mir einen gehörigen Schreck eingejagt. Anschließend hatte ich nicht den richtigen Biss. Ich war einfach heute nicht schnell genug, und bei der Leistungsdichte im Cup wirst du dann ganz brutal nach hinten durchgereicht." Ähnlich argumentierte der gleichaltrige Däne Simon Lund Larsen (Nyköbing), "falsche Reifen auf den beiden ersten Prüfungen - da war die Spitze direkt weg. Anschließend habe ich nur noch versucht sicher ins Ziel zu kommen, denn mit dem Rückstand hast du hier keine Chance mehr nach vorne zu fahren."

Mit dem fünften Platz meldete sich der 22-jährige Südhesse Björn Satorius (Seeheim) eindrucksvoll zurück, nachdem er zuvor vier Nullrunden verarbeiten musste. Als einzige Dame im Feld des ADAC OPEL Rallye Cups hatte Melanie Schulz (Drackenstein) auf der Alb ihr Heimspiel. "Es sind sehr schwierige Bedingungen, aber das macht auch Spaß und ist eine große Herausforderung. Zudem ist es toll, so viele Freunde und Bekannte entlang der Strecken zu sehen."

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