BP Nr2
11. September 2008
cb

BFGoodrich Partner Fiat Abarth schlägt zurück

Revanche mit Stil: Bei der tschechischen Barum-Rallye musste Fiat noch beide Werks-Abarth Grande Punto mit Problemen an der Kraftübertragung vorzeitig abstellen. Im spanischen Ovieda schlug die Scuderia jetzt zurück: Giandomenico Basso – Rallye-Europameister von 2006 und amtierender italienischer Titelverteidiger – bewies unter schwierigen Witterungsbedingungen das glücklichere Händchen bei der Wahl seiner Rennreifen und verwies den aktuellen Tabellenführer Nicolas Vouilloz im ebenfalls BFGoodrich bereiften Peugeot 207 S2000 auf Rang zwei. Denn beständig war am Freitag und Samstag in der spanischen Region Asturien nur eines: das wechselhafte Wetter …

Bereits die ersten beiden Wertungsprüfungen (WP) präsentierten sich mit heftigen Regenfällen und sahen einen Basso, der seinen Abarth Grande Punto S2000 mit g-Force Profiler M01-Intermediate-Pneus bestückt hatte – Spezialisten für gemischte Verhältnisse, die ihm gleich zwei Bestzeiten und die Führung einbrachten. Vouilloz jedoch schlug auf der mit gut 30 Kilometern längsten WP 4 zurück. Der Auftakt zu einem spannenden Sekunden-Duell, in das sich auch noch der schnelle Belgier Freddy Loix mit seinem Peugeot einmischen sollte.
Auch beim letzten Service-Stopp am späten Freitagnachmittag stand die Frage der Reifenwahl im Mittelpunkt – dunkle Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Während Vouilloz – zu diesem Zeitpunkt mit 17 Sekunden vorn – zu reinen g-Force Profiler W00-Regenspezialisten griff, entschied sich Basso erneut für M01-Intermediates. Loix indes zeigte sich noch mutiger und ließ seine A03-Trockenpneus per Hand nachschneiden, um ihnen einen Rest von Nässetauglichkeit zu verleihen. Eine risikofreudige Option, die sich für den ehemaligen Hyundai-Werksfahrer auszahlen sollte: Der Belgier gewann beide verbliebenen Prüfungen und robbte sich bis auf gut 25 Sekunden an die beiden führenden Protagonisten heran, die nach rund 130 Wertungskilometern praktisch zeitgleich die erste Etappe abschlossen.

Der Samstag begann ebenfalls mit starker Bewölkerung, doch es sollte trocken bleiben. Erneut gelang Basso der bessere Start, während Vouilloz über Untersteuern klagte und Loix von einer defekten Servolenkung behindert wurde – Vorlagen, die der Italiener zielsicher verwandelte, um bis ins Ziel einen 12,2-Sekunden-Vorsprung herauszufahren. Mit diesem ersten Saisonerfolg in der Intercontinental Rally Challenge hat sich Basso eine ideale Grundlage geschaffen für sein in 14 Tagen bevorstehendes Heimspiel, die Rallye San Remo. „Ich freue mich irrsinnig über diesen Erfolg“, verriet der Sieger im Ziel. „Er ist vor allem für die Jungs bei Fiat Abarth enorm wichtig. Die wechselhaften Straßenbedingungen verwandelten die Prüfungen in heimtückische Pisten. Aber mein Grande Punto S2000 lag traumhaft gut, und dank der Pneus von BFGoodrich konnte ich mich über mangelnden Grip nicht beklagen – wir haben uns aber auch stets für die richtigen Reifen entschieden. Von mir aus kann die Rallye San Remo kommen …“
„Ich glaube, ich habe diesen IRC-Lauf bereits am Freitagmorgen verloren, als ich mich bei den Reifen vergriffen habe“, analysierte der neue und alte Tabellenführer Vouilloz. „Aber auch heute fühlte ich mich am Steuer meines Autos nicht hundertprozentig wohl, das war dem Duell mit Giandomenico Basso auch nicht zuträglich. Er hat zu Recht gewonnen, denn er war das gesamte Wochenende über der eigentlich Schnellere von uns beiden. Platz zwei werte ich im Hinblick auf meine Meisterschaftsambitionen in der IRC jedoch als wichtigen Schritt nach vorn.“

„Mit Ausnahme der härteren Trockenmischung A11 fand an diesem Wochenende unsere komplette Reifenpalette Verwendung“, freut sich auch Jacques Morelli, bei BFGoodrich verantwortlich für das IRC-Engagement. „Am Freitagabend kamen sie auf zwei Prüfungen sogar allesamt zur gleichen Zeit zum Einsatz, was uns sehr interessante Rückschlüsse ermöglichte. Eine Erkenntnis lautet: Unser neuer M01-Intermediate ist auf diesem Typ Asphalt und bei diesen Bedingungen besonders konkurrenzfähig. Spannend aber auch zu beobachten, dass Giandomenico Bassos Fiat Abarth die Pneus weniger hart rannimmt als der Peugeot S2000 von Nicolas Vouilloz – einer der Gründe, warum der Franzose am Freitagabend auf die W00-Regenpneus setzte. Alles in allem aber haben wir ein tolles Duell zweier Ausnahmefahrer erlebt, die nicht nur die erste Etappe praktisch zeitgleich beendeten, sondern sogar auf der allerletzten Prüfung dieser Rallye die exakt identische Zeit setzten. Ich denke, nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte kann Fiat Licht am Ende des Tunnels erkennen – und dies ist auch für die Intercontinental Rally Challenge eine gute Nachricht. Wie konkurrenzfähig es in dieser Meisterschaft zugeht, beweist ein weiteres Indiz: Mit Garcia Ojeda, Monzon und Fuster hatten die drei Erstplatzierten in der überaus anspruchsvollen spanischen Meisterschaft kaum eine Chance, die Topfahrer der IRC zu gefährden.“

Mit einem weiteren tollen Erfolg kehrt das BFGoodrich Drivers Team von der Rallye Principe de Asturias heim: Sergio und Diega Vallejo – die von einer Fachjury für den Einsatz auf dem Kronos-Peugeot 207 S2000 ausgewählt worden sind – fuhren bei dem spanischen Meisterschaftslauf bis auf Rang sieben vor. Damit übernimmt der 41-Jährige, sonst mit einem Porsche 911 GT3 in seinem nationalen Championat unterwegs, die Führung der Zwischenwertung.

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