BP Nr2
29. März 2009

Andreas Waldherr gewinnt BP Ultimate Rallye

Hannes Danzinger zeigte von Beginn an, dass er mit dem frontgetriebenen Golf mit der Spitze mithalten kann. foto: c.boehm

Die 33. BP Ultimate Rallye im Lavanttal, mit Start und Ziel in Wolfsberg, zählte heuer als zweiter Lauf zur heimischen Rallye-Meisterschaft, als erster Lauf zum slowen¬ischen Championat, zum Suzuki Motorsport Cup, zur Historic Rallye-Staatsmeister¬schaft und als zweiter Lauf auch zum Mitropacup.

Bei optimalen äußeren Bedingungen sind ca. 50.000 Besucher ins Lavanttal gekommen. Sie sahen auf den insgesamt 14 Sonderprüfungen an beiden Tagen Rallyesport der absoluten Extraklasse. Der Veranstalter MSC Wolfsberg mit seinem gesamten Team konnte eine zufriedenstellende Bilanz ziehen.

Dazu Obmann Gerhard Leeb: „Vorerst möchte ich unserem neuen Hauptsponsor BP Ultimate danken, dass er zu uns ins Lavanttal gekommen ist. Wir haben uns bemüht, wieder eine exakt organisierte Veranstaltung abzuliefern, die auch ohne nennenswerte Probleme über die Bühne gegangen ist. Die Verlegung des Rallye Headquarters und des Pressbüros in die Lavanttal Arena hat sich bewährt, wenngleich wir auch am Samstag organisatorisch etwas zu kämpfen hatten, da die österreichische Fußball Nationalmannschaft zur gleichen Zeit in der Arena ein Vorbereitungsspiel absolvierte. Aber auch das hat unsere Mannschaft organisatorisch bestens bewältigt. Mein Dank geht an alle Aktiven, an die Teams, die Behörden, die Feuerwehren und die Rettungskräfte, sowie an alle Funktionäre.“

Auch in sportlicher Hinsicht war die 33. Auflage der BP Ultimate Rallye im Lavanttal
ein voller Erfolg. Die S2000-Piloten hielten, was sie versprochen hatten. Andreas Waldherr (VW Polo S2000) feierte einen nahezu makellosen Start-Ziel-Sieg. Nur zwei Mal (nach SP 2 und SP 5) übernahm Hermann Gassner jun. (D/Mitsubishi Lancer Evo IX) knapp die Spitze. Nach der Halbzeitführung kontrollierte Waldherr jedoch das Feld und siegte mit einem sicheren Vorsprung von 27,2 Sekunden. Waldherr: „Natürlich freut es besonders, wenn man bei der Rallye seines Hauptsponsors ganz oben am Stockerl steht. Überdies war der Sieg nach der Enttäuschung bei der Jänner-Rallye enorm wichtig, um das Thema abzuschließen.“ Für Waldherr war es der dritte Gesamtsieg seiner Karriere.

Trotz sechs Sonderprüfungsbestzeiten war für Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S2000) die Rallye schon früh verloren. Der fünffache Lavanttal-Sieger hatte auf den ersten drei Sonderprüfungen Probleme mit einer defekten Servolenkung. Die darauf folgende Aufholjagd brachte ihn auf Platz drei. Baumschlager: „Hinsichtlich der ÖM war der dritte Platz wichtiger, als das volle Risiko. Wir konnten dennoch sehr wertvolle Erkenntnisse sammeln und denken, dass wir den Skoda Fabia S2000 für Mischbelege sehr gut einstellen konnten.“

Den Kampf um Platz vier entschied Hermann Gassner sen. um 17,7 gegenüber Manfred Stohl (CNG Subaru Impreza MY07) für sich. Dennoch war der Wiener mit seinem zweiten Meisterschaftseinsatz in diesem Jahr durchaus zufrieden: „Wir haben uns gegenüber der Jänner-Rallye gesteigert. Und immer noch bin ich überzeugt, dass noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten da sind. Da die Gassners nicht für die Meisterschaft zählen, haben wir Platz zwei verteidigen können.“

Platz sechs ging an den besten Kärntner Piloten. Bis zuletzt duellierte sich Alfred Kramer mit Walter Kovar (beide Mitsubishi Lancer Evo IX). Doch auf der letzten Sonderprüfung verlor Kovar durch einen Reifenwechsel auf der Sonderprüfung fast sechs Minuten und fiel dadurch auf Platz neun zurück.

Mit Platz sieben bewies Hannes Danzinger (CNG VW Golf KitCar) abermals, dass er ein fixer Bestandteil in den Top-10 der Österreichischen Rallyeszene ist. Dabei vergab der Erdgaspilot eine bessere Platzierung durch einen Reifenschaden auf SP 12, wo er zwei Minuten liegen ließ.

Die Division II (N1 bis N3) entschied Daniel Wollinger (Ford Fiesta ST) für sich, nachdem Vorjahres-Juniorenmeister Christoph Leitgeb absagen musste. Wollinger setzte sich fast fünf Minuten vor Alois Handler (Peugeot 206 RC) und über sechs Minuten vor Franz Schulz (Peugeot 306 S16 Base) durch.

In der Dieselklasse lief alles für Ing. Michael Böhm auf dem Grande Punto Abarth. Der Vorjahres-Pokalsieger dominierte vom ersten Kilometer an und wies Jänner-Rallye-Sieger Michael Kogler (VW Golf TDI) in die Schranken. Kogler hatte in Ziel 3: 40 Rückstand auf Böhm, der diesmal ohne jeden Fehler unterwegs war und von Beginn an in den Top 13 zu finden war. Mit Platz zwei liegt dieser jedoch in der ÖM-Zwischenwertung 17 Punkte vor Böhm. Böhm: „Um in der Meisterschaft noch eine Chance zu haben, müssen wir jede Rallye gewinnen. Das war der erste Schritt.“
Dritter wurde das zweite Auto der Scuderia Abarth Austria mit Marcus Jaitz am Steuer. Der Stilo bewältigte die 14 Sonderprüfungen ohne Problemeund unterstrich die Zuverlässigkeit der FIAT und Abarth-Boliden eindeutig. Denn von drei gestarteten VW´s sah nur einer das Ziel.

Der Suzuki Motorsport Cup war bis zur neunten Sonderprüfung fest in der Hand von Klemens Haingartner. Doch dann verlor er auf SP 10 die Führung an Wolfgang Werner und fiel auf SP 11 nach einem Unfall aus. Werner gab in der Folge die Top-Position nicht mehr ab und feierte damit seinen ersten Sieg in dieser Wertung. Zweiter wurde Michael Hofer vor Peter Schauberger und der einzigen Dame im Feld, Nicole Kern.

In der Historic Rallye Staatsmeisterschaft triumphierte Christoph Weber (VW Golf GTI 16V) vor Gerhard Oppenauer (Ford Escort RS 2000) und Wolfram Thull (Porsche 911 Carrera), nachdem Top-Favorit Josef Pointinger bereits auf der zweiten Sonder¬prüfung mit einer gebrochenen Nockenwelle aufgeben musste.

Die Slowenische Meisterschaftswertung entschied Jani Trcek (Slo/Mitsubishi Lancer Evo IX) vor Rok Turk (Peugeot 206 RC) und Uros Petric (Citroen C2) für sich. Routiner Darko Peljhan (Mitsubishi Lancer Evo IX) schied auf SP 12 aus.

Der Mitropacup ist eine Angelegenheit der Familie Gassner. Wie schon bei der Oberland-Rallye setzte sich der Junior gegenüber seinem Vater durch und baute damit auch die Führung in der Gesamtwertung nach zwei von acht Läufen aus.


Endstand nach 14 Sonderprüfungen
01. Andreas Waldherr/Richard Jeitler (Ö) VW Polo S2000 2:16:45,2 Std.
02. Hermann Gassner jun./Kathi Wüstenhagen (D) Mitsubishi Lancer Evo IX +27,2 Sek.
03. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner (Ö) Skoda Fabia S2000 +1:03,7 Min.
04. Hermann Gassner sen./Karin Tannhäuser (D) Mitsubishi Lancer Evo IX 3:27,9 Min.
05. Manfred Stohl/Ilka Minor (Ö) CNG Subaru Impreza MY07 +3:45,6 Min.
06. Alfred Kramer/Jürgen Rausch (Ö) Mitsubishi Lancer Evo IX +4:51,9 Min.
07. Hannes Danzinger/Xavier Hiebner (Ö) CNG VW Golf KitCar +6:02,5 Min.
08. Jani Trcek/Mitja Cesenji (Slo) Mitsubishi Lancer Evo IX +9:43,6 Min.
09. Walter Kovar/Stefan Langthaler (Ö) Mitsubishi Lancer Evo IX +10:16,4 Min.
10. Alexander Tazreiter/Elke Aigner (Ö) Mitsubishi Lancer Evo IX +10:36,0 Min.



Zwischenstand in der ÖM (nach 2 von 7 Läufen)

Division I: 1. Baumschlager 37 Punkte, 2. Stohl 31, 3. Waldherr 20, 4. Tatzreiter und Cerny (Tch) je 14, 6. Kramer und Haneder je 12, 8. Pasteiner, Danzinger und Behalek (Tch) je 11,
11. Benes und Trcek (Slo) je 10.
Division II: 1. Wollinger und Kitzler je 20 Punkte, 3. Handler und Ryznar (Pol) je 17, 5. Schulz .
Division III: 1. Kogler 37 Punkte, 2. Böhm 20, 3. Spielbichler 17, 4. Jaitz 14.

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