BP Nr2
19. Mai 2008
cb

Audi baut Meisterschaftsführung in DTM aus

Vorsprung ausgebaut und Gewicht ausgeladen: Vor 80.000 Zuschauern verschaffte sich Audi auf dem EuroSpeedway Lausitz beim vierten DTM-Lauf eine ideale Ausgangsposition für das Heimspiel auf dem Norisring. Timo Scheider vergrößerte als Zweitplatzierter seinen
Tabellenvorsprung. Die kompakte Audi Mannschaftsleistung in der Lausitz komplettierten Mattias Ekström und Martin Tomczyk auf den Plätzen drei und vier.

Die Grundlage für dieses Ergebnis im Spitzenfeld waren tadellose Starts von Timo Scheider, Mattias Ekström und Martin Tomczyk. Alle drei reihten sich in der ersten Runde zunächst hinter dem späteren Sieger Paul di Resta sowie dessen Mercedes-Markenkollege Bruno Spengler ein. Dank perfekter Arbeit des Audi Sport Team Abt Sportsline kamen Timo Scheider, Mattias Ekström und Martin Tomczyk bereits nach ihren ersten Pflicht-Boxenstopps an Bruno Spengler vorbei und festigten ihre Positionen im weiteren Rennen.

Damit ist die Ausgangsposition von Audi vor dem Norisring beim fünften von elf Läufen günstig: Während Timo Scheider seine seit drei Rennen währende Tabellenführung von einem auf drei Punkte vergrößerte, herrscht zwischen dem neuen Audi A4 DTM und dem neuen Mercedes nun Gleichstand beim Gewicht – wie zuletzt beim Saisonbeginn.

Mögliche Chancen, das Ergebnis seiner drei Teamkollegen aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline mit einem weiteren Punkterang zu ergänzen, verlor Tom Kristensen im vierten neuen Audi A4 DTM schon in der ersten Runde. Im Gedränge drehte er sich und musste die dabei beschädigte Frontpartie bei einem zusätzlichen Boxenstopp reparieren lassen.

Dennoch erreichte ein vierter Audi A4 DTM ein Ergebnis in den Punkten. Oliver Jarvis gelang es als Achtem erneut, mit einem Jahreswagen in die Punkteränge zu fahren. Audi stellte damit zum dritten Mal in Folge den besten Jahreswagen. Mit dem dahinter folgenden Mike Rockenfeller erreichte ein fünfter Audi Werkspilot ein Ergebnis unter den ersten zehn. Der Franzose Alexandre Prémat, der ursprünglich den achten Rang belegt hatte, wurde nachträglich aus der Wertung genommen. Grund dafür war ein nicht für das Rennen gekennzeichneter Reifen.

Doch nicht nur im Gesamtergebnis steigerte sich Audi auf dem EuroSpeedway deutlich gegenüber dem fünften Platz aus dem Vorjahr: Im Damen-Duell besiegte Katherine Legge bei einem sehenswerten Zweikampf erstmals Mercedes-Pilotin Susie Stoddart, die jedoch gegen Ende ausfiel. Auch Audi Werkspilot Markus Winkelhock sah nicht das Ziel: Ein beschädigter Reifen verlor schlagartig Luft, sodass sich der Schwabe beim Anbremsen auf Start und Ziel in die Begrenzungsmauer drehte und aufgeben musste.


Stimmen nach dem Rennen

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein. Wir haben heute eine tolle Teamleistung mit starken Boxenstopps gesehen, die das Rennen mit entschieden haben. Mit den Plätzen zwei bis vier, der ausgebauten Meisterschaftsführung und gleichem Gewicht wie die Konkurrenz am Norisring war das ein erfolgreiches Wochenende für Audi.“

Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM #10): „Ein gutes Wochenende für Audi. Wir wussten, dass es hier hart wird für uns. Mit meinem zweiten Platz und den Positionen drei und vier von Mattias (Ekström) und Martin (Tomczyk) dahinter können wir stolz sein. Für meine Jungs und mich ist es natürlich eine tolle Sache, jetzt mit einem Drei-Punkte-Vorsprung in der Meisterschaft zum Norisring zu fahren.“


Mattias Ekström: „Ein prima Gefühl, heute mit dem dritten Platz nach Hause zu fahren. Ich liege nur sechs Punkte hinter dem Tabellenführer, wenn es in ein paar Wochen zum Norisring geht. Das ist eine tolle Ausgangsposition. Uns ist es außerdem an diesem Wochenende am EuroSpeedway gelungen, meinen Audi A4 DTM noch besser an meinen Fahrstil anzupassen. Das alles zusammen lässt mich die kleine Sommerpause ganz
entspannt genießen.“

Martin Tomczyk: „Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Mein Auto war sehr gut, meine eigene Leistung fehlerfrei. Mit einer anderen Strategie hätte ich vielleicht Mattias hinter mir lassen können.“

Oliver Jarvis: „Ein gutes Rennen mit einem schnellen Auto. Leider wurde ich in eine Startrangelei verwickelt, bei der ich drei, vier Positionen verloren habe. Gute Boxenstopps haben mich dann wieder nach vorn gebracht. Platz acht ist ein gutes Ergebnis für unser Team.“

Mike Rockenfeller: „Platz zehn ist die Position, von der ich auch losgefahren bin. Ich hatte mir mehr erhofft, zumal ich einen super Start hatte und gleich einige Position gut gemacht hatte. Aber mein Auto war heute einfach nicht gut genug und so habe ich wieder Plätze an Alex und Oliver verloren.“

Christijan Albers: „Mein Qualifying war gut, das Rennen leider nicht. In den ersten zwei Kurven wurde ich touchiert, und alle Front-Flaps sind abgebrochen. Eigentlich war das Auto danach unfahrbar, aber ich habe das Rennen trotzdem beendet.“

Katherine Legge: „Beim Start konnte ich die Ampel nicht sehen und bin nur den anderen hinterhergefahren. Später hatte ich ein schönes Duell mit Susie Stoddart, die ihre Position gut verteidigt hat, bis sie an die Box musste. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Rennen, denn ich habe einen Lernschritt nach vorn gemacht.“

Tom Kristensen: „In der ersten Kurve wurde ich von links und rechts in die Zange genommen und in der dritten Kurve umgedreht. Das Team hat während der Safety-Car-Phase einen sehr schnellen Reparaturstopp gemacht. Aber das Auto war einfach zu stark beschädigt, um noch gute Rundenzeiten fahren zu können.“

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